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Neues aus Birkenfeld

Die Welt der Edelsteine

Die fabelhafte Welt der Edelsteine

Schon seit Jahrtausenden faszinieren sie uns – viele Mythen und Geschichten ranken sich um die farbigen Steine. Doch vom Abbau des Rohsteines in den Mienen bis hin zum Schmuckstück am Hals eines Promis hat so ein Stein einen langen Weg vor sich. Doch wie ist der typische Arbeitsablauf in einer Edelsteinmanufaktur? Am Anfang stehen das Design und die Produktentwicklung. Es gibt hunderte verschiedene Schliffe, Farben und Formen. Wofür soll der Stein verwendet werden? Hat der Kunde spezielle Wünsche? Zunächst wird also der rohe Stein ausgewählt und auf einen Holzstab geklebt. An einer Schleifscheibe mit grobem Diamantbesatz wird der Stein dann nach den Wünschen des Kunden geschliffen. Konzentrationsarbeit im Mikrometerbereich. Im nächsten Schritt erfolgt das Brillieren auf einer Kupferscheibe mit feinem Diamantpulver – dort entstehen die Facetten. Diese Aufgabe übernimmt ein Edelsteinschleifer.

Von A wie Aquamarin bis Z wie Zyklon

Für eine Ausbildung zum Edelsteinschleifer bei der Firma Stephan hat sich auch der 16-jährige Josua aus Birkenfeld entschieden. Nach einem Praktikum in der Edelsteinmanufaktur Stephan war er schnell überzeugt. „Ich wollte mal was anderes sehen und die Arbeit an den Edelsteinen hat mich direkt fasziniert.“ Die Arbeit an den Edelsteinen erfordert viel Konzentration und Fingerspitzengefühl! Als Edelsteinschleifer arbeitet man mit verschiedensten (auch mal super teuren) Edelsteinen.

Hat man da als Azubi nicht auch mal Angst einen teuren Edelstein zu ruinieren?

Hier kann der Ausbilder beruhigen: „Unsere Azubis bekommen die ersten Jahre nur synthetische Steine, teure Edelsteine werden erst später bearbeitet, wenn die nötige Erfahrung gegeben ist“, talentierte Berufsanfänger dürfen sich auch schon früher mal an einem teuren Stein versuchen. Josua gefällt an seiner Ausbildung besonders gut die handwerkliche Arbeit. „Berufsschule ist nicht so meins, das praktische liegt mir mehr!“. Es gibt unheimlich viele verschiedene Arten aus einem rohen Stein mit einem besonderen Schliff einen Edelstein zu machen. Am Ende des Tages sieht man genau was man geleistet hat. Neben der Ausbildung im Betrieb gehört natürlich auch ein schulischer Teil zur Ausbildung dazu. Hier gibt es neben dem Unterricht in „klassischen Fächern“ Wie  Deutsch, Religion und Mathe, auch Unterricht in Edelsteinkunde (Josuas Lieblingsfach). Die Berufsschule ist in Idar-Oberstein, also direkt um die Ecke.

„Die Ausbildung ist anspruchsvoll! Am Ende schaffen aber alle mit Interesse die Ausbildung, manche brauchen etwas länger, um die notwendigen Fertigkeiten zu erlernen, andere sind schneller; wichtig ist aber vor allem, der Spaß und das Interesse am Beruf.“ erklärt Ausbilder Christian Schuler. Die Goldschmiede, Edelsteinschleifer und Edelsteingraveure des Betriebs verleihen den Steinen eine ganz besondere  Note – der Lieblingsstein von Ausbilder Christian Schuler ist der blaue Aquamarin: „Schon ein wirklich sehr schöner Stein, der kostet aber auch ein bisschen was!“. Auf Josuas Arbeitsplan im ersten Halbjahr steht erst einmal den Betrieb und die verschiedenen Bereiche vom Handwerk bis zu den Maschinen kennen zu lernen. Facettenpolieren und Kitten (das Befestigen von Steinen auf Holz) darf er schon nach wenigen Wochen eigenständig durchführen.

Viel Spaß macht ihm vor allem die Zusammenarbeit mit seinen Kollegen: „Das Team ist super, ich komme gerne auf die Arbeit. In der Mittagspause gehen wir zusammen essen und jeden Tag passiert etwas, worüber wir lachen können!“. In welchem Bereich genau er sich später mal spezialisieren möchte weiß der 16-jährige noch nicht: „Mal sehen was die Zukunft bringt, ich lass mich überraschen.“ In seiner Freizeit hilft Josua viel im landwirtschaftlichen Betrieb der Eltern, die vor allem Milchvieh halten. Mit seinen Freunden spielt er gerne Fußball und auch Boxen und Krafttraining gehören zu den Hobbys des sportlichen Azubis. Für sein erstes Gehalt hatte er auch schon gleich Verwendung: Josua investierte in ein Moped! Ergänzend zu seiner sehr sportlichen Freizeit gefällt Ihm die Ausbildung zum Edelsteinschleifer als kreativer Ausgleich richtig gut.

Das 1932 gegründete Familienunternehmen verbindet hochwertige Materialien mit modernster Technologie. In der Edelsteinmanufaktur werden Mitarbeiter ausgebildet, gefördert und vom ersten Tag an unterstützt. Viele von denen, die ihre ersten beruflichen Schritte bei der Firma machen, bleiben für immer.

Wenn auch du Interesse an einer Ausbildung oder einem Beruf in der Edelsteinindustrie hast, schau doch mal hier vorbei! Vielleicht bist auch du bald Teil der „Stephan-Familie“!

Weitere Info´s hier!

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